Moderne Fernwärmenetze

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Allgemein

Die Schmid UTSR Feuerung mit Speicher beheizt über Fernwärme die umliegende Region.

Wärmenetz Eschlikon

Mit der Tochterfirma Schmid Wärmeproduktions GmbH wird Schmid selbst zum Wärmelieferanten. Der Wärmeverbund Eschlikon ist seit Herbst 2017 in Betrieb und wird weiter ausgebaut. Während Schmid energy solutions die Heizzentrale unterhält, wird das Fernwärmenetz von der Energie Münchwilen AG betrieben. Eine Zusammenarbeit, die gut funktioniert. So hat die Energie Münchwilen AG bereits 2014-2017 ein Wärmenetz in Münchwilen realisiert, natürlich mit drei Schmid-Holzheizkesseln.

Mehrere Anschlüsse an das Fernwärmenetz sind bereits erfolgt, darunter die Schule und die Siedlung Lindenacker. Weitere Anschlüsse sind geplant, darunter die Firma Corvaglia mit 900 kW und die Siedlung Ifang-Nordstrasse. Mit der Erweiterung der Heizzentrale wird auch die "Westlinie" realisiert. Rund 1'800 kW sollen an das System angeschlossen werden, die Absichtserklärungen belaufen sich auf rund 2'700 kW. Die Infrastruktur für den Endausbau wird für 6 MW ausgelegt.

Positive Auswirkungen auf die Innovationskraft

Natürlich hat Schmid schon vor dem Wärmenetz eine Holzfeuerungsanlage für den Eigenbedarf betrieben. Im Jahr 2014 wurde die Leitwarte zu einem modernen Prüfstand umgebaut. Für unsere Kesseltests nach EN 303-5 wurde der hauseigene Prüfstand geplant, installiert und von einer zertifizierten Stelle nach der Norm EN 304 abgenommen. Damit können Neuentwicklungen sofort in der Praxis und nach international anerkannten Standards getestet werden. Mit dem Wärmeverbund hat Schmid eine weitere optimale Voraussetzung geschaffen, um Produktinnovationen noch effizienter voranzutreiben. Durch den hohen Wärmeverbrauch und die neu installierten Öfen können theoretische Ansätze und Entwicklungen sehr schnell und einfach einem Praxistest unterzogen werden. Im Gegenzug profitiert das Wärmenetz vom Einsatz modernster Technik. Philipp Lüscher, CEO Schmid energy solutions, freut sich, dass Schmid mit dem Projekt auch zum Wärmelieferanten wird. "Wir können wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns helfen werden, unsere Dienstleistungen für unsere Kunden weiter zu verbessern . Ausserdem können wir Innovationen schneller auf den Markt bringen." 

Modernste Technologie installiert

Die Heizzentrale für das Wärmenetz wurde komplett umgebaut und an einem neuen Standort am Hauptsitz in Eschlikon installiert. Die Heizzentrale besteht aus einem Holzkessel mit einer Leistung von 1600 kW und einer holzbefeuerten Gasturbine, die Wärme und Strom produziert. produziert Wärme und Strom. Die Heissluftturbine wurde speziell für kleine, dezentrale Kraftwerke entwickelt und ermöglicht so die Stromerzeugung aus Holz auch im unteren Leistungsbereich ab einer Wärmeleistung von 400 kW. Das Projekt wurde vom Bund als BFE-Leuchtturmprojekt im Rahmen der Energiestrategie 2050 gefördert. Innovativ ist auch die installierte Feuerung - eine Vorschubrostfeuerung der neuesten Generation, Typ UTSR visio. Im Kessel sind verschiedene Innovationen enthalten (siehe folgende Seiten). Eine Erweiterung um einen weiteren Kessel mit 700 kW Leistung ist realisiert.

Der UTSR-Flachschieberostkessel revolutionierte weltweit die automatische Holzverbrennung Feuerung . Im Laufe der Jahre wurde der Kessel kontinuierlich weiterentwickelt und mit Kesselrohrreinigung und neuer Steuerung sowie grösserem Feuerraumvolumen optimiert. Um den zukünftigen Marktanforderungen mit immer schwierigeren Brennstoffen, stark verschärften Emissionsvorschriften und hohen Anforderungen an die Automatisierung des gesamten Anlagensystems gerecht zu werden, hat sich die Schmid AG in den letzten Jahren auf die Entwicklung eines neuen, visionären Feuerung Systems konzentriert. Wir freuen uns, dass aus dieser langjährigen Forschungs- und Entwicklungsarbeit eine Anlage entstanden ist, die den Namen UTSR visio verdient. Mit der nach neuesten Erkenntnissen ausgelegten Luftführung inklusive neu entwickelter Roststäbe, dem innovativen Primär-/Sekundär-Reci-Konzept sowie dem gesteuerten Bypass zur Sicherstellung einer hohen Filterverfügbarkeit können in allen Betriebszuständen (Schwach- und Volllastbetrieb, An- und Abfahrphasen) im Automatikbetrieb konstant niedrige Emissionen gewährleistet werden. Durch die kontinuierliche Brennstoff Erkennung (Option) kann dies auch bei stark schwankendem Brennstoff Sortiment erreicht werden.
Über die in der Steuerung integrierte Leistungsmessung kann die aktuelle Leistung der Anlage auch ohne externen Wärmezähler jederzeit ermittelt werden. Für jeden Kunden sind neben den Investitionskosten vor allem die Betriebs- und Wartungskosten der zentrale Aspekt für den wirtschaftlichen Betrieb einer Biomasseverbrennungsanlage. Durch die sehr schonende Behandlung der Brennstoff in der Feuerung Kammer des UTSR visio und die exakt auf die jeweiligen Brennstoff abgestimmten Steuer- und Regelparameter konnten deutliche Verbesserungen hinsichtlich des Verschleißes der in der Feuerung Kammer verbauten Materialien erzielt werden. Darüber hinaus wurde die Qualität der verarbeiteten Feuerfestmaterialien in der Feuerung Kammer noch einmal deutlich verbessert. Das System UTSR visio Feuerung sorgt für eine maximale Verfügbarkeit der Wärmeversorgung. Mit der neuen visio-Generation setzt die Schmid AG einen neuen Benchmark in der Branche in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Jahresnutzungsgrad und Automatisierungsgrad. Das automatisierte Fernwartung ermöglicht zudem eine an die Anlage angepasste Überwachung. Dies gewährleistet eine laufende Betriebsoptimierung des gesamten Anlagensystems. 

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Silo für Hackschnitzel bei der Fernwärmeanlage der Firma Schmid.
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